Tarr-Mocay (Buch I und Buch II)

Sie stammt von einer Welt, jenseits des myrthonischen Sternenreichs. Die Fähigkeit, die ihr erlaubt, Nadeln in der Luft schweben zu lassen, nutzt sie um Urpas zu foltern.

Ausschnitt aus der Sicht von Urpas:

Wie?, wollte Urpas fragen. Doch er kam nicht dazu. Das Schott glitt auf und herein kam ein Wesen jenseits bekannter Welten. Ein silbernes Kleid, glitzernd wie Eiskristalle, umhüllte einen schlanken Körper. Es war so lang, dass es die Füße verbarg. Bei jedem Schritt, mit dem es näherkam, vermeinte er, es schweben zu sehen. Die Nägel der wohlgeformten Hände, waren funkelnd blau gefärbt. Langes voluminöses weißes Haar bewegte sich leicht in einem imaginären Wind. Große smaragdgrün leuchtende Augen, eine schmale gerade Nase und ein voller Mund in einem ebenmäßigen Gesicht, das seltsam unscharf wirkte, als wäre es von einem feinen Nebel überdeckt, ließen Urpas in seinen Grundfesten erschauern.

Er hatte noch niemals etwas so Vollkommenes erblickt. Da war er sich sicher. Es war jenseits seines künstlerischen Könnens angesiedelt. Er ahnte, dass er lichtzyklenlang versuchen konnte, dieses Wesen nachzubilden, ohne je ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

„Wie?“, hörte er sich sagen, fern und emotionslos, als wären die Worte von jemand anderem ausgesprochen worden. „Wie könnte ich mein Leben verlängern und für wie lange?“